Trägerkreis

Das Gethsemanekloster ist eine freie Initiative in der evangelischen Kirche. Ein Trägerkreis und eine Stiftung schaffen die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen für ein Kloster, das seinen Auftrag weniger darin sieht, in die Welt hinauszugehen, sondern die Menschen zu sich einzuladen. Eigentümerin des alten, ehemaligen Klosters ist die Klosterkammer Hannover, eine staatliche Stiftung. Wir sind Mieter.


Das Selbstverständnis der Bruderschaft ist zugleich der Auftrag des Klosters, seines Trägerkreises und seiner Stiftung: In einer säkularisierten Gesellschaft konkret Wege zu einer Vertiefung des Glaubens zu gehen, Möglichkeiten der Gottesbegegnung zu erkunden und eine ganzheitliche religiöse Existenz zu erproben. Eine nachchristliche Zeit fordert zu bewußteren und verbindlicheren Formen christlicher Existenz heraus. Der Rückgriff auf im Protestantismus längst überwunden geglaubte monastische Lebensformen, die Besinnung auf den Jüngerkreis Jesu, auf Halbtagsarbeit und Ehelosigkeit weisen auf den Ursprung der Kirche. Das ist zugleich zukunftsweisend - für das persöhnliche Glaubensleben, aber auch für den kirchlichen Gestaltwandel.

Auf unserem Weg ist uns die Bindung an die Tradition unserer evangelischen Kirche ebenso selbstverständlich wie die ungebundene Suche nach den vergessenen und verborgenen Schätzen der überkonfessionellen spirituellen Tradition des Christentums. Wir scheuen auch nicht den Blick über den Zaun zu anderen Religionen.

Die Spenden der Klosterfreunde ermöglichen etwas für unsere Zeit ganz Ungewöhnliches: Einen zweckfreien Raum, der allen offensteht, die nach Sinn fragen, nach Gott suchen oder sich nach Vertiefung und Ganzheit ihres Glaubens sehnen.

Der kleine, aber engagierte Kreis der Mitglieder im "Trägerkreis Evangelisches Kloster e.V." möchte weiter wachsen. Jeder ist zum Mittragen eingeladen. Klosterfreunde haben die "Stiftung Evangelisches Kloster" gegründet. Sie möchten die finanzielle Unabhängigkeit des Klosters mit seinem Einkehrhaus auch in Zukunft erhalten und weiterhin einzelne Brüder und andere Mitarbeiter zum Dienst im Einkehrhaus anstellen können. Verantwortungsbewußte Laien lassen sich die geistliche Vertiefung in ihrer Kirche etwas kosten. Ein wahrlich nicht selbstverständliches Engagement. Und ein etwas ungewöhnliches Mitglied im Diakonischen Werk.